Blogeinträge (Gang)
Zug Nummer 6 ist nicht so schön wie Zug Nummer 2
03:33 Uhr: Der Wecker klingelt! Kein Frühstück, um 4:00 Uhr geht's mit dem Taxi zum Bahnhof. Hiobsbotschaft: Eine Stunde Verspätung, die sich dann auf 1h 40min ausdehnt. Wir betreten nach vier Tagen wieder die Transsib. Zug Nummer 6 ist nicht so schön wie Zug Nummer 2. Im Gang laufen ständig hektisch – und bisher unfreundliche – Mongolen mit Kisten herum. Wir erfahren, dass wir vier Stunden in Nauschki und zwei Stunden in Suche Bator stehe, mit abgesperrten Toiletten. Wir kratzen die letzten 130 Rubel zusammen, um Essen zu kaufen. Und dann muss die Evelyn auf's Klo und kriegt die sieben Rubel nicht mehr zam. Mist, neuen Schein anbrechen. Angekommen in Nauschki winkt uns jemand aus dem Nachbarzug. Jan und Moritz, aber auch Davina lässt sich blicken. Und wir stehen und stehen... Dann lassen wir die nervige Zollkontrolle von Angst einflößenden Russen über uns ergehen. Im Großen und Ganzen war die zweite Fahrt enttäuschend. Aber die Landschaft war bis zur Grenze super.
Fünf Stunden später
Fünf Stunden später. Letzte Dusche. Letzer O-Saft. Und ab. Jetzt heißt es „egem b Mockbe“! Im Flugzeug lecker Rührei bzw. Pancakes, das Essen hätten wir beinahe wiedergesehen. Suche-Bator! Massenklogang. Konsequenz: Schlange bei Visa-Überprüfung. Angst vor Visatypen. Drängelnde Oma, die frecherweise noch nicht einmal ihre Imigration Card ausgefüllt hatte. Puh wir sind drin. Gespräch ist auch da! 2. Klogang. Tickets kaufen für den Expresszug. 3. Klogang. Fahrt vorbei an russischen Plattenbauten. U-Bahn finden, U-Bahn-Tickets kaufen und nicht durh die Schranke kommen. Linie entziffern. 5 Stationen Schwitzen. Mit dem Riesenrucksack 3 Leute aus dem Weg räumen. U-Bahn-Station mit Kronleuchtern und Ausgang, aber kein Eingang. Wo ist Gleis 1 und die Gepäckausgabe? Freundlicher Mann „Sergej“ nahm sogar den Hut. Einfach ein symphatischer Kerl. Eingang != Ausgang. Suche-Eingang. Metro-Fahrt; Roter Platz. Eingang Kreml: Ortszeit 16:32. 2 Minuten zu spät für den Kreml. Also außen rum. Dafür Besuch der Basilius-Kathedrale mit den lustigen Türmen = Kirche ohne Innenraum. Suche-Essen => GUM. Suche-Geld. Bankautomat streikt, wir wollten zu viel. Lecker italienisches Essen von Papptellern. Geschäfte, in denen niemand einkauft. Marsch über die Brücke um den Kreml besser zu sehen und dann zurück zum Bahnhof. Essen suchen. Wir haben die russische Hartwurst! Erstkontakt mit Olga. Gleis 3 heißt die Devise! Schock!!! Wir passen nicht zu viert mit Rucksack auf dem Rücken ins Abteil! Wir sitzen auf dem Gang! Frustration macht sich breit! Jeder darf einzeln das Gepäck sortieren. Raus aus den Stinkeschuhen. Cool, Lunchpaket! Essen auf dem Gang. Cool, wieder Essen. Schlafen. Von Stevie passen nur ¾ ins Bett.
