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16.09.2008

Peking und Lhasa

Nach einigen Schwierigkeiten vom Dach der Welt aus auf unseren eigenen Blog zu kommen haben wir es nun doch geschafft. Fuer sowas sind ja schliesslich zwei einfallsreiche Wirtschaftsinformatiker dabei. (Zusagen auf Bewerbungen bitte an... ;-)). Aber jetzt der Reihe nach:

Ulan Bator - Peking:

Unsere letzte echte Transsib-Etappe verlaeuft ohne groessere Vorkomnisse. Wir blicken noch einmal auf viel Nichts und braune Huegel und verlassen etwas wehmuetig die Mongolei. Die Einreise nach China verlaeuft problemloser als erwartet. Unsere Rucksaecke werden nicht wirklich kontrolliert und unsere Buecher duerfen wir auch alle behalten. Die Warterei an der Grenze nervt ein wenig, insgesamt stehen wir sechs Stunden bis kurz nach Mitternacht rum, weil der Zug umgespurt werden muss. Am naechsten Mittag erreichen wir schliesslich Peking

Peking

In der Hauptstadt des Reichs der Mitte sind wir alle etwas ueberrascht: Obwohl uns klar war, dass die Stadt wegen Olympia sehr aufgeraeumt ist, haetten wir nicht erwartet, dass es so massiv erkennbar ist. Die Strassen wirken nicht nur sauber, sondern poliert, und ueberall wo man nicht hinsehen soll, da steht dann halt eine Mauer davor. Nach drei Wochen unterwegs geniessen wir innerhalb von 3 Tagen zum zweiten Mal deutsches Essen. Ansonsten spulen wir das Peking-Standardtouristenprogramm herab:

  • Mauer
  • Verbotene Stadt
  • Himmelstempel
  • Sommerpalast
  • Ein Taoistischer Tempel dessen Namen uns gerade nicht einfaellt
  • Seidenmarkt: Wir handeln eine Hose von anfaenglich 168 Euro auf 15 Euro herab
  • Pekingenten-Essen: Vielen Dank an Scarlett fuer die Unterstuetzung
  • ...


Peking - Lhasa

Das letzte Geheimnis unserer Reise koennen wir nun wohl auch lueften. Von Peking gings mit dem Sky Train Richtung besagtem Hochland, also Lhasa. Nach einem wohl etwas missglueckten Manoever (zwei Taxis die uns an unterschiedlichen Punkten absetzen) haben wir uns genau einen der groessten Bahnhoefe der Welt ausgesucht um uns zu verlieren. Nach mehreren Panikattacken auf beiden Seiten fanden wir uns "puenktlich" 20 Minuten vor Abfahrt wieder. Allerdings nicht am Gleis. Also Spurt zum Gleis mit Marschgepaeck und rein in den Zug (ein windiges Fax erlaubt uns in den Zug einzusteigen - man nennt es auch Permit), um dort festzustellen, dass die Panik wohl doch unangebracht war, da wir noch 30 Minuten warten muessen bis der Zug abfaehrt.
Der Sky Train macht seinen Namen alle Ehre und wie erleben eine wirklich beeindruckende Zugfahrt. Wir steigen bis auf 5072 m und erreichen Lhasa wohlbehalten. Auch wenn zwischenzeitlich die Wasserversorgung im Zug zusammenbrach und das Klo spassenhalber geflutet wurde.
Ausserdem stellen wir ein weiteres Mal fest, dass Chinesen wirklich sehr laut sein koennen, auch schon morgens um 7.

Lhasa

Viele Aengste bestaetigen sich nicht:

  • 6er Abteil - wir haben doch wieder ein 4er Abteil
  • Hoehenkrankheit - bisher auch keine Probleme, obwohl das mit den Druckkabinen wohl eher ein Geruecht ist. Zumindest konnten wir noch bei 5000m die Fenster aufmachen.
  • das Hotel in Lhasa - bisher wohl die komfortabelste Unterkunft dieser Reise
  • die sanitaeren Einrichtungen - bis auf einige Ausnahmen hat sich diese Angst bestaetigt. In China allgemein wird wohl dem Klo eine etwas untergeordnete Rolle zugedacht.Man hat es hier wohl gern unbequem beim sch....

Zwar waren urspruenglich nur 3 Naechte in Lhasa geplant, jetzt sind es 4 geworden. Hauptsaechlich deswegen, weil uns Rene der hollaendische Chef der Reiseagentur versichert, dass wir easily in 4 Tagen von Kathmandu nach Delhi kommen - wir werden sehen.
In Lhasa war wieder Sightseeing angesagt:

  • Potala - Riesending. Viel besser restauriert als angenommen. Vor allem die Eingangskontrollen zeigen uns wie kompliziert man es wirklich machen kann. Am Ende waren es nur 4 veschiedene Haeuschen, die alle unterschiedliche Sachen von uns haben wollten
  • Barkhor und Lingkor
  • zahlreiche Kloester, Gebetsmuehlen, Pilger, .... es ist spaet und wir muessen morgen frueh raus

Wie freundlich die Tibeter wirklich sind, merken wir vor allem bei einem Gespraech mit einer einheimischen Dame aus Lhasa mit der wir in einem Nonnenkloster Tee trinken.




Wir melden uns wieder aus Kathmandu.


4 Kommentare
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Scarlet am 23.09.2008 um 06:29
I like the last two pictures, very beautiul:)
Scarlet am 23.09.2008 um 06:16
nichts zu danken! My pleasure;) Scarlet
Franka am 19.09.2008 um 10:23
Hallo Bruderherz und Begleitung, ich sitze hier vor meinem Rechner, kämpfe mit dem Budget und erblasse vor Neid, wenn ich Eure Berichte lese. Ich freue mich schon riesig auf Deine Fotos. Vielleicht dann endlich in meiner Wohnung in Berlin ;-) Weiter eine gute Reise & liebe Grüsse aus der Hauptstadt! Franka
Maria Ehrensberger am 18.09.2008 um 13:56
Gruess Gott in Weltenbummler, viele liebe Grüße aus der bay. Heimat. Eurem Bericht zufolge geht`s euch allen gut und Ihr genießt die letzten Wochen in Asien. Maria Ehrensberger